Verschiedene Stilrichtungen


Für die Gin-Produktion gibt es keine festen Regelungen. Hier ist eine Zusammenfassung der gesetzlichen Begriffsbestimmung, CEE No. 388 von 1988:

  • Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs (Getreide, Melasse, Runkelrübe usw.)
  • Aromatisierung mit Wacholderbeeren (Juniperus Communis)
  • Die Wacholderbeere soll geschmacklich dominieren.
  • Sonstige aromatische Bestandteile landwirtschaftlichen Ursprungs dürfen mit verarbeitet werden.
  • Muss mindestens einen Alkoholgehalt von 37,5 % aufweisen.

 

Gin oder Genever
Man unterscheidet zwischen verschiedenen Produktionsmethoden, zusammenfassend kann man sagen, dass Gin wie folgt hergestellt wird:
Fermentation („Getreide-Wein“) – Zugabe von Wacholderbeeren – Destillation

Compound Gin
Neutralem Alkohol werden Essenzen und/oder andere natürliche oder künstliche Aromen ohne weitere Destillation per Infusion zugegeben. Dieses wird in den meisten Fällen praktiziert. Manchmal werden auch nur Wacholderbeeren dazu gegeben. Bezüglich der Farbe gibt es keine Einschränkungen. Dieser Gin wird oft gezuckert.

Destillierter Gin
Fermentation – Destillation (Herstellung des neutralen Alkohols) – Zugabe von Wacholderbeeren und Gewürzen – Destillation
Es ist kein Mindest-Alkoholgehalt vorgeschrieben für Gin, der in Brennblasen destilliert wird.
Nach der Destillation können Alkohol (Agraralkohol gleicher Beschaffenheit) und Aromen zugesetzt werden.
Es besteht die Möglichkeit, dem Endprodukt Farbstoffe oder Zucker zuzugeben.

London Gin 
Zweite Destillation von Ethylalkohol in herkömmlichen Destilliergeräten unter Zusetzen von Wacholderbeeren und Gewürzen. Die Einbringung von Aroma, das ausschließlich natürlich sein muss, darf nur über die Destillation erfolgen. London Gin darf neben den pflanzlichen Stoffen keine anderen zugesetzten Zutaten außer Wasser enthalten. Es bestehen keine Beschränkungen bezüglich der Größe und Form der Brennblasen und über die Befeuerung.

Der Ethylalkohol muss von sehr guter Qualität sein, (nicht mehr als 5g/L Methanol).

Der frisch gebrannte Gin muss mindestens einen Alkoholgehalt von 70 % aufweisen um dann auf Trinkstärke reduziert zu werden. Der Gehalt an zugesetzten süßenden Zutaten darf nicht mehr als 0,1 g Zucker je Liter des Fertigerzeugnisses betragen. Der Gin darf nicht gefärbt oder mit Aromen nach der Destillation versetzt werden.

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